14.3.2015  –  15.3.2015

Holzen

Ein Workshop mit Markus Müller Bibliothek Andreas Züst • Oberegg

Öffnungszeiten:

Samstag 13–16 Uhr oder auf Anfrage

Eintritt:

CHF 220 Studierende: CHF 160. Inbegriffen sind eine Übernachtung, Frühstück und Verpflegung. Zusätzlich Materialunkostenbeitrag: CHF 30.

Veranstaltungsort:

Bibliothek Andreas Züst 
Alpenhof •  St.Antonstrasse 62 •  9413  Oberegg

Bei Markus Müllers Arbeiten täuscht der erste Blick: günstige Spanplatten werden zu hochwertigem Holz, kostbaren Edelsteinen oder Marmor. Der Künstler stellt das Rohmaterial seiner Arbeiten selber her und bedient sich dabei illusionistischer Stilmittel – und dies nicht nur in Form von gemalter Materialität. Er spielt mit der Wahrnehmung des Betrachters: was aus der Ferne massiv und unverwüstlich aussieht, wirkt aus der Nähe fragil und improvisiert oder verliert sogar seine Gestalt sobald die Skulptur aus einer anderen Perspektive betrachtet wird. Der Verweis auf etwas, ohne es wirklich zu sein, erinnert an die Kulissenbauweise des Theaters oder das Trompe-l’oeil, die Scheinmalerei aus der Barockzeit.

Markus Müllers Werke bewegen sich zwischen Natur und Kultur; sind Naturskulptur und abstrakte Skulptur zugleich. Es sind Objekte, die der Natur nachempfunden sind, durch den Eingriff des Menschen/Künstlers oder die Präsentationsform im Kontext eines Museums zu einem kulturellen Gegenstand werden. Auf diese Weise entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Repräsentation und Wirklichkeit.

Im Rahmen des Workshops weiht Markus Müller die Teilnehmer in die Illusionsmalerei ein. Unter der Anleitung des Künstlers, der in seiner Arbeit die Regeln des traditionellen Kunsthandwerks nicht befolgt – geschweige denn sie überhaupt kennt – werden gemeinsam verschiedene Techniken des Holzmalens erprobt. Dabei bilden Holzmuster aus dem Werkstoffarchiv im Sitterwerk sowie die Holzelemente im Alpenhof die nötigen Vorlagen.

Markus Müller (*1970 in Teufen AR, lebt in Basel) Künstler, Bildhauer, Dozent im Studienbereich bildende Kunst an der Hochschule der Künste Bern. 1992–1995 Bildhauerklasse an der Schule für Gestaltung und Kunst in Basel. 2002 Manor-Preis. 2004 und 2006 Eidgenössischer Preis für Kunst. 2006 Einzelausstellung «Agatenplatten» im Kunsthaus Glarus und Veröffentlichung der Monografie «Nutzen & Nachteil» in der edition fink. Zahlreiche Kunst-am-Bau Projekte wie z.B. der «Stubentisch» beim Schulhaus Landhaus in Teufen oder die Bar der «Ledi – die Wanderbühne» anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Appenzell.

Der zweitägige Workshop beginnt am Samstag, 14.  März 2015 um 10:30 Uhr mit dem Besuch der Ausstellung «Mit/Ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Rarität Holzbibliothek» im Sitterwerk in St.Gallen und endet am Sonntag, 15. März um ca. 16 Uhr auf dem St.Anton in Oberegg. Für die Teilnahme am Workshop sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Anmeldung bitte bis zum 8. März 2015 unter: lesen@andreaszuest.net (Teilnahmezahl beschränkt.)

Die Veranstaltung wird organisiert von Annett Höland. Sie ist Teil der Workshopserie „Ein Buch lesen ist nur eine Abart des ‚Lesens’ im eigentlichen Sinne” und Bestandteil des Rahmenprogramms zur Ausstellung «Mit/Ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Rarität Holzbibliothek».

Art:

Exkursion / Ausflug • Workshop

Veranstalter/Buchstadt-Verbindung:

Bibliothek Andreas Züst
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